Zink für Hunde

Ob ein Hund richtig ernährt wird, spiegelt sich sehr deutlich in seinem körperlichen Allgemeinzustand wider. Wichtige Indizien: klare Augen, gesunde Zähne und ein glänzendes Fell. Zur rundum gesunden Fütterung von Hunden gehören neben tierischen und pflanzlichen Fetten auch Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Eines dieser Spurenelemente ist Zink. Es kommt im Körpergewebe und insbesondere im Skelett vor und übernimmt dort wesentliche Funktionen. Ein ausgewogener Zinkhaushalt ist also unabdingbar für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Hundes.

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Zink Plus Tabletten, 120 Stk.

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Zinkversorgung bei Hunden

Hundebesitzer:innen, die viel Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung ihres Vierbeiners legen, sollten sich auch mit dem Thema Mineralien und Spurenelemente auseinandersetzen. Eines der essenziellen Spurenelemente ist Zink, das der Organismus des Hundes stets in ausreichender Menge benötigt, um optimal zu arbeiten. Dabei muss der Bedarf individuell errechnet werden, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.

Zink – wozu dient es?

Zink gehört zu den essenziellen Spurenelementen, was bedeutet, dass es für Mensch und Tier lebensnotwendig ist. Der Nachteil: Es kann vom Körper nicht selbst gebildet und muss somit in Form von Nahrung aufgenommen werden. Weiterhin ist der Organismus nicht in der Lage, Zink zu speichern, wodurch die Versorgung also konsequent gewährleistet sein muss. Als Bestandteil unzähliger Enzyme und Proteine ist Zink für eine große Anzahl innerer Abläufe und Reaktionen im Hundekörper zuständig. Unter anderem spielt es eine wesentliche Rolle beim körpereigenen Immunsystem und hilft dabei, das Tier vor Krankheiten zu schützen. Zusätzlich ist Zink beteiligt: 

  • am Zellwachstum
  • an der Wundheilung 
  • an der Gesundheit der Haut 
  • an unterschiedlichen Stoffwechselsystemen


Wichtig ist es, den individuellen Bedarf an Zink zu ermitteln, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.

Zink in Futtermitteln

Generell ist Zink sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

  • Rindfleisch
  • Geflügel
  • Fisch und Meerestieren
  • Leber
  • Käse und Joghurt (nur in geringen Mengen geben)
  • Nüssen
  • Ei
  • Haferflocken 
  • Erbsen (nur gekocht anbieten)

Bei Fertigfutter sollten Hundehalter:innen sichergehen, dass es sich um hochwertiges Futter handelt, das alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge enthält. Bei günstigem Futter ist häufig ein hoher Anteil Getreide enthalten, was oftmals einen zu geringen Zinkgehalt zur Folge hat. Grundsätzlich können Hunde Zink aus tierischen Quellen besser aufnehmen als aus pflanzlichen, was ihrer Veranlagung als Fleischfresser entspricht. So können sie aus Innereien und Muskelfleisch einen Großteil ihres Zinkbedarfs decken. Unter den Pflanzen sind neben den oben genannten auch Rote Beete und Leinsamen gute Zink-Versorger. Auch Kauknochen und Trockenfleisch, etwa von Hirsch oder Rind, können zur Deckung des Zinkbedarfs angeboten werden. Neben Muskelfleisch ist dabei besonders getrocknete Leber – von Pferd, Ziege oder Rind – zu empfehlen.

Wie hoch ist der Zinkbedarf von Hunden?

Da Zink zu der Gruppe der lebensnotwendigen, also essenziellen Spurenelemente gehört, braucht jeder Hund eine bestimmte Menge, damit sein Organismus einwandfrei funktionieren kann. Generell gilt, dass der Zinkbedarf eines erwachsenen Hundes bei 1mg pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Je nach Lebensphase kann der Bedarf sich jedoch auch ändern. So benötigt ein Hund während der Trächtigkeit und Laktation etwa das Fünffache der normalen Dosis. Auch bei langhaarigen Rassen ist der Zinkbedarf ein wenig erhöht. 

Gut zu wissen: Bei einigen Hunderassen wie dem Siberian Husky, dem Alaskan Malamute oder dem Bullterrier liegt eine genetisch bedingte Störung der Zinkaufnahme vor, so dass die Zinkzufuhr hier deutlich höher ausfallen muss.

Zinkmangel bei Hunden

Da Zink als Bestandteil von mehr als 300 Enzymen eine immens wichtige Rolle für viele Stoffwechselsysteme spielt, sollte ein Zinkmangel beim Hund schnell behoben werden. Andernfalls können Störungen verschiedener Prozesse im Körper auftreten.

  • Wachstumsstörungen und Entwicklungsverzögerungen bei Jungtieren
  • Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen
  • Sichtbare Hautirritationen wie Rötungen und Krustenbildungen 
  • Haarausfall und stumpfes, glanzloses Fell
  • Pilzinfektionen
  • Beeinträchtigung der Sehkraft
  • Oberflächliche Verletzungen und Abschürfungen der Haut
  • Pigmentaufhellungen
  • Wundheilungsstörungen 
  • Schwächung des Immunsystems 
  • in sehr ausgeprägten Fällen Organbeschädigung und Begünstigung von Epilepsie

Insbesondere die oberflächlichen Symptome treten zunächst vermehrt punktuell an den Pfoten auf, bis sie sich schließlich auf den gesamten Körper ausbreiten. Besteht beim Hund der Verdacht auf Zinkmangel sollten Hundebesitzer:innen nicht lange zögern und schnell eine:n Tierarzt:ärztin aufsuchen. Diese:r kann den Vierbeiner gründlich untersuchen und gegebenenfalls anhand eines Blut-Response-Tests feststellen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. Bestätigt sich der Verdacht, wird meist ein Zinkpräparat verabreicht, das das Defizit ausgleicht und die Symptome lindert.

Folgen einer Überversorgung mit Zink

Analog zum Zinkmangel kann auch eine Überversorgung mit Zink negative gesundheitliche Konsequenzen haben. Dies ist zwar selten, kann aber dafür schwere Folgen haben und zu gesundheitlichen Schäden führen. Bedingt durch die Wechselwirkung mit anderen einzelnen Mineralstoffen kann bei einer Überversorgung insbesondere ein Kupfermangel auftreten, der wiederum eine Anämie, also Blutarmut, bedingen kann. Hundehalter:innen sollten somit beide Varianten – die Über- und Unterversorgung – beachten und das Futter entsprechend prüfen.

Zinktabletten zur Nahrungsergänzung

Häufige Bestandteile eines Zinkpräparats sind etwa Bierhefe, Karotten, Leinsamen, Knoblauch, Moringablätter, Magnesiumstearat oder kaltgepresstes Leinöl. Die Verabreichung von Zink sollte nur in enger Absprache mit einem:r Veterinär:in geschehen, um eine Überdosierung zu vermeiden. Meist wird ein Zinkpräparat auch nur dann nötig, wenn das Tier trächtig ist oder die Aufnahme und Verarbeitung aufgrund einer erblichen Störung beeinträchtigt ist. In diesem Fall sind Zinkpräparate sinnvolle Helfer, um einem Mangel vorzubeugen.

Fazit

Hunde nehmen über die Nahrung alle wichtigen Nährstoffe wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich. Auch Zink – essenziell für Hunde – muss über das Futter aufgenommen werden, da der Körper es nicht selbst produzieren kann. Es steckt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Nahrungsmitteln, wobei die Aufnahme über Fleischprodukte wie Innereien und Muskelfleisch am effektivsten ist. Wichtig ist, die richtige Dosierung einzuhalten, um einem etwaigen Zinkmangel beziehungsweise einer Überversorgung entgegenzuwirken. Diagnostiziert ein:e Tierarzt:ärztin einen Zinkmangel, können Zinktabletten diesen ausgleichen.