Teufelskralle

Hunde können im Laufe ihres Lebens unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen leiden. Besonders häufig treten Schmerzen im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat oder dem Verdauungssystem auf. Seit einiger Zeit gibt es vermehrt pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, die sich der natürlichen Kraft verschiedener Heilkräuter bedienen. Eine dieser Pflanzen ist die südafrikanische Teufelskralle. Ihr werden heilende Kräfte in Bezug auf Gelenkprobleme wie Arthrose und Rheuma sowie bei Verdauungsschwierigkeiten zugeschrieben.

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Teufelskralle für Hunde

Die südafrikanische Teufelskrallen-Wurzel zählt zu den beliebtesten pflanzlichen Heilmitteln zur Behandlung von Gelenkerkrankungen und Verdauungsproblemen. In mehreren wissenschaftlichen Studien wurde ihre entzündungshemmende Wirkung erforscht und bestätigt. Zusätzlich wirkt sie durch die in ihr enthaltenen Bitterstoffe ausgleichend und beruhigend auf die Magenschleimhaut. Sie weist nur geringe Nebenwirkungen auf und wird im optimalen Fall als mehrwöchige Kur verabreicht. 

Teufelskralle – was für eine Pflanze ist das?

Die südafrikanische Teufelskrallen-Wurzel, die als Heilpflanze eingesetzt werden kann, stammt aus der Familie der Sesamgewächse. Ihr botanischer Name lautet Harpagophytum procumbens. Er leitet sich vom Begriff “harpagos“ ab, was übersetzt Enterhaken bedeutet und auf die Krallenform der Teufelskrallen-Samen zurückzuführen ist.

Die Pflanze wächst vor allem in den Savannen von Namibia, Simbabwe und Botswana. Das Gewächs ist krautartig und breitet sich vornehmlich am Boden aus, weshalb es umgangssprachlich auch mit dem Namen Trampelklette bezeichnet wird. Ihre Ausläufer können bis zu zwei Meter lang werden und ihr Inneres besteht aus einer Wurzel, die bis zu einem Meter tief ins Erdreich wächst. 

Besonders auffällig sind ihre intensiv leuchtenden Blüten, die von rosa bis tief rot variieren können. Ihre Blätter hingegen sind mit ihrer graugrünen Farbe eher unauffällig. Auch im europäischen Raum gibt es einige Glockenblumengewächse, die als Teufelskralle bezeichnet werden, aber nicht über die gleichen heilenden Charakteristika der südafrikanischen Variante verfügen.

Welche Wirkstoffe sind in der Teufelskralle enthalten?

Die Teufelskrallen-Wurzel verfügt über verschiedene charakteristische Inhaltsstoffe, denen unterschiedliche Heilwirkungen nachgesagt werden. 

  • Iridoidglykoside, vor allem das Glykosid Harpagosid
  • Triterpene
  • Flavanoide
  • Triterpene
  • Harpagid
  • Procumbid
  • Phytosterole
  • Phenolcarbonsäuren
  • Phenolglykoside
  • Phenylpropanoide
  • Chlorogensäure
  • Zimtsäure
  • Saccharide
  • ungesättigte Fettsäuren

Als Hauptwirkstoff der Teufelskralle wurden die darin enthaltenen Glykoside, wie vor allem das Harpagosid, identifiziert. Diese wirken entzündungshemmend und abschwellend und werden daher zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Bereits in den 1950er Jahren kamen Forscher an der Universität Jena zu dem Ergebnis, dass die Sekundärwurzeln der südafrikanische Teufelskralle „einen überaus wirksamen antiphlogistischen und antiarthritischen Wirkstoff enthalten“, der „bemerkenswerterweise auch nach Absetzen der Behandlung einen kontinuierlichen Heilungsprozess in Gang setzt.“* Auch die enthaltenen Bitterstoffe übernehmen eine wichtige Aufgabe, indem sie die Verdauungssäfte anregen und somit den Appetit steigern und den Stoffwechsel fördern.

*Quelle: Chrubasik S., Neumann E., Müller-Ladner U.: Zur antientzündlichen Wirksamkeit von Arzneimitteln aus der Teufelskralle

Anwendungsgebiete der Teufelskralle beim Hund

Der afrikanischen Teufelskralle wird ein breites Wirkungsspektrum zugeschrieben, insbesondere bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Rheuma. Auch als Arthrose-Prophylaxe soll der Wirkstoff der Teufelskralle hilfreich sein, vor allem bei:

  • Hunde-Senioren
  • Großen und schweren Hunderassen
  • Hunden, die genetisch bedingt zu Gelenkproblemen neigen
  • Hunden mit Gelenkfehlstellung oder -verletzung
  • Hunden, deren Gelenke regelmäßig stark beansprucht werden, z. B. bei langen Wanderungen, Hundesport oder unebenem Gelände

Darüber hinaus soll die Teufelskralle auch bei Schwierigkeiten des Verdauungssystems helfen, den Appetit anregen und chronische wie akute Schmerzen lindern.

Darreichungsform der Teufelskralle für Hunde

Als gängiges Nahrungsergänzungsmittel wird die Teufelskralle in verschiedenen Darreichungsformen angeboten. Während sich für den Menschen eine Zufuhr in Form von Tee am besten eignet, gibt es sie für den Hund als Kapseln, Filmtabletten, Pulver oder Globuli. Hier sollten Hundehalter und -halterinnen individuell entscheiden, welche Darreichungsform für den eigenen Vierbeiner am angenehmsten ist.

Auch zur äußeren Anwendung kann die Teufelskralle verwendet werden – je nach Behandlungsgrund als Waschung oder als Umschlag:

Der Teufelskrallen-Sud für eine Waschung muss einige Stunden im Voraus angesetzt werden. Dazu werden 1,5 g Teufelskrallen-Wurzel geschnitten und mit etwa 250 ml kochendem Wasser angesetzt. Der Sud sollte dann für etwa acht Stunden ruhen, bevor die Wurzelteile abgeseiht werden. Schließlich kann ein Baumwoll- oder Leinentuch mit dem Sud getränkt und die betroffenen Stellen damit abgewaschen und trocken getupft werden.

Für einen Teufelskrallen-Umschlag gilt die gleiche Vorbereitung wie für die Waschung. Statt die Haut mit den getränkten Leinen- oder Baumwolltüchern zu waschen, werden diese mit dem Sud getränkt, kurz ausgewrungen und dann für etwa zehn bis 15 Minuten auf die betroffene Stelle gelegt.

Die richtige Dosierung

Um die korrekte Dosierung zu ermitteln, kommt es auf das Krankheitsbild an. Auch die Konzentration des Wirkstoffs und die eventuelle Kombination mit anderen Inhaltsstoffen ist entscheidend. Es ist also wichtig, beim Kauf eines Präparates zu prüfen, ob lediglich die afrikanische Teufelskralle enthalten ist, oder es sich um ein Kombinationsprodukt handelt.  

Bei einem Produkt, in dem ausschließlich die Wirkstoffe der Teufelskrallen-Wurzel enthalten sind, wird folgende Dosierung empfohlen:

täglich 2 Gramm je 10 Kilogramm Körpergewicht für sechs bis acht Wochen 

täglich 1 Gramm auf 15 Kilogramm Körpergewicht über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen

Um die exakte Dosierung zu erhalten, empfiehlt sich bei der Gabe von Pulver ein Messlöffel mit entsprechender Skala oder eine sensible Waage. Bei Kapseln gibt es in der Regel eine empfohlene Stückzahl pro 10 Kilogramm. Zu beachten ist auch die Dauer der Behandlung, da die Teufelskralle nur für einen zeitlich begrenzten, kurmäßigen Einsatz vorgesehen ist – in der Regel für sechs bis acht Wochen. Weiterhin sollte zwischen dem Beginn einer erneuten Behandlung und einer abgeschlossenen Kur ein Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen liegen.

Eine wesentliche Rolle spielt auch die konsequente Einnahme des Präparates. Werden mehrere Gaben ausgelassen und das Mittel nur sporadisch verabreicht, sind die möglichen Heilungschancen sehr gering. 

Tipp: Viele Hundehalter und -halterinnen nutzen die Kuren zwei- bis dreimal jährlich prophylaktisch, um akuten Beschwerden vorzubeugen.

Nebenwirkungen der Teufelskralle

Da es sich bei der Teufelskrallen-Wurzel um ein reines Naturpräparat handelt, ist die Verträglichkeit bei Hunden relativ hoch. Unter bestimmten Bedingungen und bei eventuellen Vorerkrankungen kann es jedoch zu Unverträglichkeiten kommen. Besteht beispielsweise ein Verdacht auf Nierensteine, sollte von der Gabe der Teufelskralle abgesehen werden, um den Zustand nicht ungewollt zu verschlimmern. 

Auch bei Hündinnen, die entweder trächtig oder noch säugend sind, ist die Nahrungsergänzung durch Teufelskrallen-Präparate nicht angezeigt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Präparat über die Milch oder den Versorgungskreislauf der Hündin von den Welpen aufgenommen wird. 

In einigen seltenen Fällen wurden auch Nebenwirkungen durch Überdosierung festgestellt, die sich jedoch auf meist leichte Übelkeit beschränken. Generell ist es also wichtig, die Dosierungsempfehlung des jeweiligen Herstellers genau zu befolgen.

Gibt es Alternativen zu Teufelskralle-Präparaten?

Wenn Hundebesitzer und -besitzerinnen aufgrund von Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen eine Alternative zur Teufelskralle suchen, gibt es andere natürliche Wirkstoffe, die bei gleicher Symptomatik Linderung verschaffen sollen.

Zu den bekanntesten alternativen Heilmitteln zählen:

Die Grünlippmuschel ist in Form von Nahrungsergänzungsmitteln weit verbreitet. Das Muschelfleisch kann bei vielen Beschwerden rund um den Bewegungsapparat des Hundes unterstützend wirken – sowohl prophylaktisch als auch in akuten Fällen.

Neben der Linderung von Gelenkbeschwerden können ihre Wirkstoffe auch das Knochenwachstum fördern, was insbesondere bei Welpen großer Rassen von Vorteil sein kann, um Wachstumsschäden vorzusorgen. Außerdem können auch sehr aktive und bewegungsfreudige Tiere von der Gabe der Grünlippmuschel profitieren.

Die Hagebutten-Pflanze besitzt eine entzündungshemmende Wirkung, weshalb sie unter anderem in der Schmerzbehandlung eingesetzt wird. Zudem ist sie besonders reich an Vitamin C und kommt daher häufig zur unterstützenden Behandlung von Arthrose und weiteren Gelenkerkrankungen zur Anwendung. Auch andere Vitamine sowie die Provitamine A und K haben positiven Einfluss auf die Knochenbildung und stärken zusätzlich das Immunsystem.

Bei einer Form der Arthrose, die dem Charakter nach den Symptomen rheumatischer Beschwerden ähnelt, kann Nachtkerzenöl das Mittel der Wahl sein. Das natürliche Öl lässt sich auch äußerlich einsetzen, falls der Hund unter Hautproblemen leidet. 

Wo ist Teufelskralle für meinen Hund erhältlich?

Die meisten Nahrungsergänzungsmittel, darunter auch Teufelskrallen-Präparate in unterschiedlicher Darreichungsform, sind heutzutage in großen Futterhäusern zu haben. Auch in spezialisierten BARF-Shops werden sie als Zubehör und Zusatzfutter geführt.

Alternativ gibt es sie natürlich auch im Internet – entweder in den Online-Shops der großen Ketten oder in Online-Shops, die sich auf natürliche Zusatzstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel für Hunde spezialisiert haben. Die Konditionen und die Auswahl der unterschiedlichen Mittel können dabei variieren und sollten individuell für den eigenen Bedarf gewählt werden.

Fazit

Als Heilpflanze kann ausschließlich die Afrikanische Teufelskralle verwendet werden, die in den Savannen Südafrikas beheimatet ist. Der Teufelskralle werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben, weshalb sie zur Behandlung von Gelenkbeschwerden, Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen sowie zur Linderung chronischer Schmerzen eingesetzt wird. Insbesondere das enthaltene Glykosid Harpagosid ist nachweislich in der Lage, Entzündungen zu lindern und Schwellungen zu verringern. Die Dosierung der Teufelskralle erfolgt in Abhängigkeit von den Symptomen und dem Gewicht bzw. der Größe des Hundes. In der Regel wird die Behandlung mit der Teufelskralle kurweise angewandt, als Prophylaxe gegen Gelenkerkrankungen kann sie zwei- bis dreimal jährlich erfolgen. 

Wichtig: Hat ein Hund Beschwerden, ist der Gang in die Tierarztpraxis unumgänglich. Nur mit einer gesicherten, fachlich fundierten Diagnose kann eine zielgerichtete Therapie erfolgen und dem Hund geholfen werden. 

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