Vitamin B

B-Vitamine sind Mikronährstoffe, die für die Gesundheit von Hunden wichtig sind. Sie steuern und unterstützen vielfältige Reaktionen im Körper, beeinflussen maßgeblich die Immunabwehr, aber auch Wachstum, Energiegewinnung, Verdauung und Entgiftung sind von einer ausreichenden Versorgung abhängig. Stehen den Vierbeinern nicht ausreichend Vitamine zur Verfügung, kann sich dies negativ auf ihre Gesundheit auswirken. Da der Körper eines Hundes die meisten B-Vitamine nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter, Belastung oder Gesundheitszustand des Tieres kann zudem eine Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln für Hunde sinnvoll sein.

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Vitamin B Komplex für kleine Hunde ab 2kg- 120 Tabletten/60g

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Vitamin B Komplex für große Hunde ab 15kg-120 Tabletten/60g

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Vitamin B für den Hund

B-Vitamine sind an zahlreichen Prozessen im Körper eines Hundes beteiligt: Unter anderem stärken sie das Nervensystem, fördern die Immunabwehr sowie die Wundheilung und unterstützen den Energiestoffwechsel. Kein Wunder also, dass die Vitamine der B-Gruppe für ein gesundes Hundeleben essentiell sind und auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen sollten.

Die Vitamine des B-Komplexes

Der Vitamin B-Komplex setzt sich aus insgesamt acht Vitaminen zusammen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben im Hundekörper erfüllen. Zudem dienen sie als Vorstufe der Coenzyme und unterstützen die Funktion bestimmter Enzyme. Da der Hund die meisten B-Vitamine nicht selbst herstellen und nur in sehr geringen Mengen im Körper speichern kann, müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. Die Auswahl an Futtermitteln ist dabei groß, denn Vitamin B steckt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Bestandteilen. Kommt es bei Hunden zu einem Vitamin B-Mangel, kann dies ernsthafte Folgen für die Gesundheit der Tiere haben.

Vitamin B1 (Thiamin)

Das lebenswichtige Thiamin wird aufgrund seiner besonderen Bedeutung für die Nervenzellen auch als Nervenvitamin bezeichnet. Es kann in kleinen Mengen in den Nieren sowie in der Herz- und Skelettmuskulatur gespeichert werden – und in sehr geringem Maße in der Leber. Der Vitamin B1-Bedarf bei einem ausgewachsenen Hund beträgt rund 20 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht – Jungtiere benötigen deutlich mehr.

Gut zu wissen: Vitamin B1 wird durch das Enzym Thiaminase zerstört. Dies kommt in einigen Fischsorten vor, weshalb auf dem Speiseplan eines Hundes niemals ausschließlich roher Fisch stehen sollte. Auch Sulfite zersetzen Vitamin B1. Sie sind jedoch in Futtermitteln nicht zugelassen und kommen daher in der Regel darin nicht vor. In billigen Importprodukten können sich jedoch Anteile von Sulfiten finden.

  • essenziell für die reibungslose Funktion von Nervenzellen und Muskeln
  • wichtig für die Energiegewinnung in allen Körperzellen
  • reguliert den Kohlenhydratstoffwechsel
  • Fleisch, auch Herz, Nieren und Leber
  • Eier
  • Vollkorngetreide
  • viele Gemüsesorten, zum Beispiel Kartoffeln, Brokkoli oder Blumenkohl
  • verminderter Appetit
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Kotfressen
  • Störungen des Zentralnervensystems 
  • Verdauungsprobleme wie Darmkrämpfe
  • Gewichtsverlust
  • Gleichgewichtsstörungen und Gangprobleme
  • Blindheit
  • epileptische Anfälle
  • Lethargie

Vitamin B2 (Riboflavin)

Das wasserlösliche Vitamin B2 reagiert unempfindlich auf Sauerstoff und Hitze – ein großer Vorteil, da auch Riboflavin mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Es ist das in tierischen und pflanzlichen Organismen am weitesten verbreitete Vitamin, was die Zufuhr über die Fütterung erleichtert. Riboflavin ist als Coenzym Bestandteil von Enzymen und daher an zahlreichen Abläufen im Körper beteiligt, beispielsweise am Energie- und Proteinstoffwechsel. Ein ausgewachsener Hund benötigt täglich etwa 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.

  • stärkt die Immunabwehr
  • wichtig für den Stoffwechsel, den Elektrolythaushalt sowie den Zellschutz
  • unterstützt Entgiftungsprozesse im Körper
  • schützt die roten Blutkörperchen und hilft so, Anämie vorzubeugen
  • fördert Aufbau, Regeneration und Funktion von Haut und Schleimhäuten
  • kann Augenerkrankungen vermeiden
  • Innereien sowie Lunge und Vormägen
  • Seelachs
  • Milch und Milchprodukte
  • Appetitlosigkeit
  • Wachstumsstörungen und Muskelschwäche
  • Hauterkrankungen und Haarausfall
  • Hornhauttrübungen
  • Blutarmut
  • Nervenleiden
  • gespaltene Krallen
  • gerötete Augen
  • Kotfressen
  • Krämpfe in den Hinterläufen
  • Lethargie

Vitamin B3 (Niacin)

Vitamin B3 ist eher bekannt als Niacin beziehungsweise Nicotinsäure. Hunde können es im Darm selbst herstellen, jedoch in nur sehr geringem Maße in der Leber speichern. Eine Zufuhr über die Nahrung ist daher sinnvoll. Pro Kilogramm Körpergewicht braucht ein ausgewachsener Hund ungefähr 225 Mikrogramm Vitamin B3 am Tag.

  • beteiligt an zahlreichen Stoffwechselprozessen und insbesondere für den Energie- sowie den Zellstoffwechsel von Nerven, Muskeln und Haut sehr wichtig
  • reguliert den Blutzucker 
  • wirkt sich positiv auf das zentrale Nervensystem aus
  • beteiligt an Reparatur- und Reproduktionsprozessen der DNA
  • Fleisch
  • Milch und Milchprodukte
  • viele Gemüsesorten
  • Hülsenfrüchte

 

Tipp: Der Anteil an Niacin in tierischer Nahrung ist höher als in pflanzlicher und kann auch besser vom Hund verwertet werden.

  • verminderter Appetit
  • Hautentzündungen
  • Geschwürbildungen im Maul
  • Durchfall
  • Schwarzzungenkrankheit (Entzündung und Verfärbung der Zunge)
  • Blutarmut
  • neurologische Störungen

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Das Vitamin B5 ist wasserlöslich und Bestandteil des Coenzyms A. Damit spielt es eine wesentliche Rolle für den Stoffwechsel der Haut. Pantothensäure ist fast überall in der Natur zu finden und steckt in unzähligen tierischen und pflanzlichen Futtermitteln – eine Unterversorgung ist daher kaum möglich. Der Tagesbedarf eines erwachsenen Hundes liegt bei rund 200 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.

  • wichtig für den Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren etc.
  • essenziell für den Aufbau des Coenzyms A
  • beteiligt an vielen Stoffwechselvorgängen 
  • unterstützt die Bildung von Taurin und Acetylcholin (Neurotransmitter)
  • gut für die Wundheilung
  • Fleisch und Innereien
  • Milch
  • grünes Gemüse
  • Eier
  • Appetitlosigkeit
  • Haarausfall
  • nervöse Störungen
  • Hautentzündungen
  • Durchfall
  • Wachstumsstörungen
  • Anämie

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Vitamin B6 ist die Bezeichnung für die wasserlöslichen Verbindungen Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal. Das Vitamin ist sehr hitze- und lichtempfindlich und geht daher beim Kochen nahezu vollständig verloren. Auch bei der Sterilisierung, etwa zur Herstellung von Dosenfutter, wird Vitamin B6 zerstört. Ein Hund benötigt etwa 20 Mikrogramm Vitamin B6 pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, bei jungen oder trächtigen Hunden liegt der Bedarf höher. Gut zu wissen: Pyridoxin wird durch Zink aktiviert – ein guter Zinkhaushalt ist somit von Vorteil.

  • unterstützt das Hormon- und Nervensystem
  • stärkt das Immunsystem
  • essenziell für den Eiweiß-Stoffwechsel
  • unterstützt die Vernetzung des Bindegewebes
  • wichtig für die Blutgerinnung
  • Fleisch und Innereien wie Leber und Niere
  • Milchprodukte
  • Fisch
  • Kartoffeln, Mais, Brokkoli
  • mangelnde Leistungsbereitschaft
  • Störungen des Nervensystems
  • Wachstumsstörungen
  • Leberschäden
  • Anämie

Vitamin B7 (Biotin)

Vitamin B7 – heute bekannt unter dem Namen Biotin – ist an der körpereigenen Herstellung von Keratin beteiligt, dem Stoff, der verantwortlich ist für gesunde Haut, kräftige Krallen und glänzendes Fell. Zwei bis vier Mikrogramm Biotin pro Tag und Kilogramm Körpergewicht sollte ein Hund zu sich nehmen.

  • wichtig für verschiedenste Stoffwechselprozesse
  • fördert die Keratinbildung und sorgt somit für kräftige Krallen, gesunde Haut und glänzendes Fell
  • beteiligt an der Energiegewinnung der Zellen 
  • für zahlreiche Körperfunktionen unverzichtbar, beispielsweise Zellteilung und -wachstum
  • als Coenzym Bestandteil vieler Enzyme
  • unterstützt den Abbau lebenswichtiger Aminosäuren
  • beteiligt am Abbau und der Synthese von Fettsäuren
  • Niere und Leber
  • gekochte Eier sowie rohes Eigelb
  • Milch und Milchprodukten
  • Haarausfall
  • Ergrauen der Haare
  • Hautprobleme (Dermatitis)
  • Schuppenbildung mit Juckreiz
  • brüchige Krallen
  • Verhaltensauffälligkeiten: ängstlich, müde, lethargisch, schwach

Vitamin B9 (Folsäure)

Dieses hitze- und lichtempfindliche Vitamin ist insbesondere für trächtige und säugende Hündinnen wichtig – es ist essenziell für Wachstum und Zellteilung. Mit täglich zirka vier Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht ist ein Hund gut versorgt.

  • wichtig für die Zellerneuerung
  • essenziell für verschiedene Stoffwechselprozesse
  • fördert die Teilung und Bildung von Zellen
  • wichtig für das Herz-Kreislauf-System
  • Milchprodukte
  • Leber
  • grünes Blattgemüse
  • Rote Beete
  • Infektanfälligkeit
  • Hautveränderungen
  • Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit
  • geschwollene Zunge
  • Blutarmut

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B12 reagiert empfindlich auf Sauerstoff, Licht und Hitze und kann in der Leber des Hundes mehrere Monate gespeichert werden. Die tägliche Zufuhr sollte bei einem halben bis einem Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen.

  • unverzichtbar für Zellwachstum und Zellteilungen
  • unterstützt verschiedenste Stoffwechselprozesse
  • beteiligt an der Bildung roter Blutkörperchen 
  • essenziell für den Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel
  • Innereien
  • Fisch
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Wachstumsstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Blutarmut
  • mattes Fell 
  • neurologische Störungen, etwa erhöhte Erregbarkeit oder unkoordinierte Bewegungen
  • geringe Leistungsbereitschaft
  • Lethargie

Ursachen für einen Vitamin B-Mangel

Für einen Vitamin B-Mangel kann es verschiedene Auslöser geben. Typisch sind eine einseitige Ernährung, ein Infekt, Verdauungsstörungen, aber auch ein ausgeprägter Hungerzustand, beispielsweise bei Straßenhunden.

Bekommt ein Hund ein hochwertiges, artgerechtes Fertigfutter, ist er in der Regel ausreichend mit B-Vitaminen versorgt. Wer seinem Tier das Futter selbst mischt, sollte unbedingt auf eine ausreichende Vitamin B-Zufuhr achten – eventuell ist die Gabe von einem Vitamin B-Zusatz in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll.

Chronische, aber auch akute Darmleiden können ebenfalls die Ursache für einen Mangel an B-Vitaminen sein. Vor allem bei Durchfall, der über einen längeren Zeitraum anhält, besteht die Gefahr einer Unterversorgung. In diesem Fall kann es zu einer chronischen Entzündung der Darmwand kommen, was die Nährstoff-Aufnahme zusätzlich erschwert.

Ein Gendefekt, aber auch eine chronische Entzündung, können die Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse negativ beeinflussen – und das hat Einfluss auf den Vitamin B12-Spiegel. So bringt etwa eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse oftmals auch eine verminderte Aufnahme von Vitamin B12 mit sich. Zudem können beispielsweise bei Collies auch erblich bedingte Mutationen einen Vitamin B12-Mangel hervorrufen.

Nahrungsergänzung zur Vitamin B-Versorgung

Bei einer ausgewogenen Fütterung erhalten Hunde in der Regel ausreichend B-Vitamine. Unter bestimmten Umständen wie etwa Wachstum, Darmerkrankungen oder genetisch bedingten Störungen kann es jedoch zu einem erhöhten Bedarf an Vitamin B und folglich zu einer Unterversorgung kommen. In diesem Fall kann eine zusätzliche Gabe von Vitamin B in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein und möglichen Mangelerscheinungen vorbeugen. Um den Hund mit dem gesamten Vitamin B-Spektrum zu versorgen, stehen Präparate mit dem Vitamin B-Komplex zur Verfügung. Wichtig ist es, auf eine genaue Dosierung zu achten, die sich insbesondere nach dem Gewicht des Tieres richtet.

Fazit

Die B-Vitamine erfüllen verschiedene Funktionen im Körper eines Hundes und sind daher von großer Bedeutung für seine Gesundheit. B-Vitamine müssen als essenzielle Nährstoffe durch die Ernährung zugeführt werden. Unter bestimmten Umständen – beispielsweise einer Vorerkrankung – kann die zusätzliche Gabe von Vitamin B-Präparaten sinnvoll sein.

Wichtig: Hat ein Hund Beschwerden, ist der Gang zum:zur Arzt:Ärztin unumgänglich. Nur mit einer gesicherten, fachlich fundierten Diagnose kann eine zielgerichtete Therapie erfolgen und dem Hund geholfen werden.