Niereninsuffizienz beim Hund

Die Niereninsuffizienz ist eine schwere Krankheit, die laut tierärztlicher Untersuchung bei rund 20 Prozent aller Hunde über fünf Jahren auftritt. Doch auch junge Vierbeiner sind vor ihr nicht gefeit und Hundehalter und -halterinnen sollten stets sensibel für eventuelle Symptome sein. Das Fatale an dieser inneren Erkrankung ist, dass sie über einen langen Zeitraum komplikationslos im Hintergrund agiert und so schon vor jeglicher Symptomatik große Schäden anrichten kann. Wir erläutern, was genau hinter der Niereninsuffizienz steckt und worauf Hundebesitzer und -besitzerinnen achten sollten, um sie möglichst früh zu erkennen.

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Niereninsuffizienz beim Hund

Nierenversagen wird als zweithäufigste Todesursache bei Hunden genannt. Dabei wird zwischen chronischer und akuter Niereninsuffizienz unterschieden. Das Tückische der Krankheit: In vielen Fällen bleibt sie zunächst unerkannt und ruft erst bei 50- bis 70-prozentigem Funktionsverlust der Niere offensichtliche Symptome hervor. Das Entscheidende ist also, die Erkrankung möglichst schnell zu erkennen und zu behandeln. Alles Wissenswerte dazu haben wir hier für euch zusammengetragen.

Welche Funktion haben die Nieren im Hundekörper?

Die zwei Nieren des Hundes erfüllen zahlreiche wichtige Aufgaben. Ihr Hauptjob besteht darin, das Blut zu filtern und über den Urin schädliche Stoffe und Stoffwechselendprodukte auszuscheiden, die der Körper nicht mehr benötigt. Außerdem sind die Nieren dafür zuständig, Hormone zu produzieren, die den Blutdruck des Hundes und die Bildung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) regulieren.

Zusätzlich spielen die Nieren eine wichtige Rolle beim Vitamin D-Stoffwechsel sowie bei der Steuerung des Säure-Basen-Haushalts im Körper. Für all diese Funktionen erbringen die Nieren immense Leistungen und sind selbst in beeinträchtigtem Zustand noch fähig zu arbeiten. Erst, wenn 50 bis 70 Prozent des Nierengewebes ausfallen, kommt es zu gravierenden Störungen und somit zu ersten sichtbaren Krankheitssymptomen wie etwa Übelkeit oder Erbrechen.

Die Funktionen der Nieren im Überblick

Die Nieren tragen wesentlich zur Entgiftung des Hundekörpers bei, indem sie alle schädlichen Stoffe und Produkte über den Urin ausscheiden. Der Urin eines Hundes besteht vorwiegend aus Wasser, enthält aber zusätzlich sogenannte  körpereigene Abbauprodukte in Form von Harnstoff und -säure sowie Kreatinin. Letzteres ist ein wichtiger Wert zur Beurteilung der Nierenfunktion, mit dessen Hilfe die Ausscheidungsleistung eingeschätzt und mögliche Beeinträchtigungen der Nieren erkannt werden können. 

In den Nieren wird unter anderem das systemrelevante Hormon Erythropoetin gebildet. Im Körpersystem sorgt es für die Bildung und Reifung der Erythrozyten im Knochenmark. Dabei wird das Erythropoetin in den Nieren quasi bedarfsgerecht hergestellt und vermehrt produziert, wenn etwa der Sauerstoffgehalt im Blut zu gering ist oder generell zu wenig rote Blutkörperchen vorhanden sind.

Die Niere fungiert zusätzlich als eine Art Blutdruck-Polizei und kann mithilfe von Sensoren an den Nierenkörperchen erkennen, wenn ein Blutdruckabfall vorliegt. In diesem Fall wird von den Nieren das hormonähnliche Enzym Renin produziert, das für die natürliche Blutdruck-Steigerung sorgt.

Vitamin D ist ein wichtiger Akteur in puncto Knochenaufbau und Muskelleistung. Die Niere ist in der Lage, inaktives Vitamin D zu aktivieren und so zu einem aktiven Stoffwechselprodukt umzuwandeln.

Auch bei der Sicherung eines konstanten pH-Werts im Körper spielen die Nieren eine große Rolle. Sie sind in der Lage, Bi-Carbonat aus dem Urin zu absorbieren, welches als Bestandteil eines Puffersystems dafür sorgt, dass der Säure-Basen-Haushalt des Hundes im Gleichgewicht bleibt. Der pH-Wert eines Hundes lässt sich über einen Bluttest bestimmen und sollte im Optimalfall über 7,36 liegen. Andernfalls spricht man von einem sauren pH-Wert, der zahlreiche negative Auswirkungen auf die Gesundheit deines Hundes haben kann – insbesondere, wenn er chronisch übersäuert ist.

Niereninsuffizienz – was ist das?

Der Begriff Niereninsuffizienz beschreibt eine bedrohliche Unterfunktion der Nieren, die zur Folge hat, dass schädliche Substanzen nicht mehr – oder nur noch unzureichend – über den Urin ausgeschieden werden. Schadstoffe und Stoffwechselendprodukte wie Harnsäure und -stoff, Kreatinin sowie Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Chlorid und Ammonium befinden sich aus diesem Grund in erhöhter Konzentration in der Blutbahn des Hundes. So kommt es folglich zu einer Überlastung des Systems mit Giftstoffen, die nach und nach den Körper von innen heraus zerstören. Eine unerkannte Niereninsuffizienz ist somit lebensbedrohlich und endet in vielen Fällen tödlich. 

Generell lassen sich zwei Arten der tückischen Nierenkrankheit unterscheiden: die akute und die chronische Niereninsuffizienz.

Was ist eine akute Niereninsuffizienz?

Die akute Niereninsuffizienz kommt im Gegensatz zur chronischen relativ selten vor. Charakteristisch ist die schnelle Abnahme der Nierenfunktion, die häufig Symptome wie starke Gewichtsabnahme, reduziertes Urinablassen und Druckschmerzen in unmittelbarer Nähe der Nieren hervorruft. Ebenso häufig werden auch allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit sowie Apathie und Beschwerden im Magen-Darm-Bereich genannt.

Das Auftreten der Symptome und deren Ausprägung variiert von Hund zu Hund und kann auch in anderer Form auftreten. Bei Vergiftungen etwa können zusätzlich Durchfall, Krampfanfälle sowie starkes Zittern oder Speichelfluss hinzukommen. Befindet sich die Niere bereits in einem kritischen Zustand, stellt das Tier das Urinieren völlig ein. Spätestens dann ist schnelles Handeln gefragt und der umgehende Besuch einer Tierarztpraxis unumgänglich.

Akute Nierenerkrankung:
Ursachen, Diagnose, Behandlung

Nahrungsergänzungsmittel für Hunde enthalten verschiedene Inhaltsstoffe, die unterschiedlich wirken sollen:

Prärenal (vor der Niere) ausgelöstes Nierenversagen

Schwere Blutungen nach einem Unfall, ein Hitzschlag im zu heißen Auto oder ein Schock können Auslöser für eine akute Niereninsuffizienz sein. Weiterhin können starker Durchfall oder Erbrechen, Verbrennungen oder eine Blutvergiftung zu einem verringertem Blutvolumen führen. Auch Gefäßverschlüsse und entzündliche Prozesse kommen als Ursache in Frage.

Renale Faktoren zur Auslösung eines Nierenversagens können unter anderem in verschiedenen Toxinen begründet liegen, die in Folge einer Erkrankung der inneren Organe vom Körper selbst freigesetzt werden.

Darüber hinaus gehören auch externe Toxine zu möglichen renalen Auslösern. Beispiele hierfür sind Medikamente, Schwermetalle, Giftpflanzen oder eine schädigende Überversorgung mit Vitamin D. Weiterhin kann auch eine Nierenentzündung, sowohl viral als auch bakteriell, eine akute Niereninsuffizienz auslösen.

Postrenale Faktoren, die zu einer akuten Niereninsuffizienz führen können, betreffen meist die ableitenden Harnwege. Hier kommen Blockaden durch Tumore, Abszesse, Blasenlähmung oder Prostata-Probleme infrage, die den Urin stauen und somit zum Auslöser des akuten Versagens werden.

Für eine gesicherte Diagnose und eine zielgerichtete Therapie ist der Gang zur Tierarztpraxis unumgänglich. Dort wird zur Abklärung der Symptome eine Blut- und Harnanalyse bei dem Tier vorgenommen. Dabei können eindeutige Anzeichen wie etwa ein Anstieg der Phosphatkonzentration im Blut festgestellt und erste Hinweise auf die Ursache der Nierenschädigung gegeben werden. Desweiteren liefern Röntgen- und Ultraschallbilder Aufschluss über den Zustand der Nieren und mögliche Krankheitsauslöser. 

Wurde die Ursache der Nierenerkrankung gefunden, wird diese – wenn möglich – behandelt. Je nach Auslöser werden dann etwaige Giftstoffe ausgeleitet oder verdünnt, bakterielle Erreger mit Antibiotika bekämpft oder Harnsteine operativ entfernt. Natürlich können alle Behandlungen erst durchgeführt werden, wenn der Hund stabil ist und die Nieren nicht zusätzlich belastet werden.

Futterumstellung bei einer akuten Niereninsuffizienz

Leidet oder litt ein Hund unter einer akuten Niereninsuffizienz, geht dies wegen der symptomatischen Appetitlosigkeit bzw. Übelkeit und Erbrechen häufig mit einer starken Gewichtsabnahme einher. Um einen weiteren körperlichen Abbau und somit eine anhaltende  Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und der Versorgung der Organe zu verhindern, kann eine spezielle Nieren-Diät oder die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Anfangs kann unter Umständen sogar eine spezielle Ernährung per Sonde nötig werden.

Was ist eine chronische Niereninsuffizienz?

Die chronische Niereninsuffizienz tritt beim Hund wesentlich häufiger auf als die akute Variante. Auch sind einige Rassen wie zum Beispiel Berner Sennenhund, Cockerspaniel, Terrier, Beagle, Dobermann, Golden Retriever oder Rottweiler genetisch vorbelastet und haben ein höheres Risiko zu erkranken. 

Eine anhaltende Niereninsuffizienz geht über einen längeren Zeitraum und hängt oft mit Störungen im Magen-Darm-System zusammen. Denn um einwandfrei zu funktionieren, benötigen die Nieren sauberes und sauerstoffreiches Blut. Bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt hingegen kommt es oft zu Blutverunreinigung und Verklumpungen der roten Blutkörperchen. Dies kann wiederum zu Nierenproblemen führen.

Die chronische Niereninsuffizienz durchläuft generell vier aufeinander folgende Krankheitsstadien. Während dieses Verlaufs stirbt das gesamte Nierengewebe kontinuierlich ab, bis die Nieren schließlich irreversible Schäden haben und ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können. Besonders heimtückisch ist der schleichende Verlauf, der meist zunächst über Wochen unerkannt bleibt. So treten innerhalb der ersten Stadien keine Symptome oder Komplikationen auf, die auf Nierenprobleme schließen lassen. Wie kommt das? Als wahre Leistungssportler sind die Nieren in der Lage, ihre Filtrationsrate kurzfristig auf das Dreifache ihrer Normalleistung zu steigern und so zunächst den Leistungsabfall durch das geschädigte Gewebe auszugleichen. Erst wenn bereits zwischen 50 und 70 Prozent des Nierengewebes zerstört sind, treten erste Symptome auf.

Symptome einer chronischen Niereninsuffizienz

Die Anzeichen einer chronischen Nierenerkrankung können je nach Hund variieren, da natürlich Alter und bisheriger Gesundheitszustand eine große Rolle spielen. Typischerweise treten vor allem folgende Symptome auf: 

  • starker Durst
  • vermehrter Harndrang
  • plötzliches Erbrechen
  • Appetitmangel und daraus resultierend Gewichtsverlust
  • lustloses bis lethargisches Verhalten
  • mattes und stumpfes Fell
  • Müdigkeit und sinkende Agilität
  • Juckreiz oder Entzündungen der Mundschleimhäute
  • braune, schmierige Beläge auf den Zähnen
  • Störungen der Hirnfunktion: Zittern, Übererregbarkeit, epileptische Anfälle, Koma
  • im Verlauf dann Anämie (Blutarmut) und unangenehmer Atem

Diagnose und Behandlung einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI)

Eine tierärztliche Untersuchung inklusive Blutdruckmessung sowie einer Blut- und Harnkontrolle geben erste Aufschlüsse. Bei Bedarf werden zusätzlich Röntgen- oder Ultraschallbilder angefertigt. Ausschlaggebend für die Diagnose einer chronischen Niereninsuffizienz sind schließlich folgende Werte bzw. Faktoren: 

  • Blutarmut sowie erhöhte Konzentration von Stoffwechselendprodukten
  • Veränderungen der Urindichte wie bspw. vermehrtes Auftreten von Protein, Glukose, Bakterien etc.
  • Bluthochdruck 
  • Bei bildgebenden Untersuchungen deutlich werdende Nieren- und Gewebeveränderungen 


Steht die Diagnose fest, wird anhand vorgegebener Leitlinien die korrekte Behandlung eingeleitet. In diesen Leitlinien stehen die so genannten-Stadien I-IV (IRIS (International Renus Interest Society) im Fokus, anhand derer die vorhandenen Symptome und Laborbefunde ein- und einer Therapie zugeordnet werden können.

IRIS-Stadien der Insuffizienz

Die Kreatininwerte sind noch im Normbereich und liegen unter 125 mikromol/l. Erste Probleme in der Konzentration des Urins können vorhanden sein und eventuell scheidet der Hund bereits zu viel Protein durch den Harn aus. In einigen Fällen leidet das Tier auch bereits unter Bluthochdruck.

Die Kreatininwerte sind auf 125-180 mikromol/ gestiegen. Der Hund uriniert wesentlich mehr und hat einen höheren Wasserbedarf.

Inzwischen liegen die Kreatininwerte über 180 mikromol/l und die Harnstoffkonzentration im Blut steigt an.

Im letzten Stadium steigt der Kreatininwert über 441 mikromol/l an und die Nierenfunktion ist bereits sehr stark eingeschränkt. Der allgemeine Gesundheitszustand des Hundes ist extrem schlecht und das Endstadium der Krankheit ist erreicht.

Mögliche Therapieansätze bei CNI

Wird beim Hund die Diagnose CNI gestellt, werden zunächst akute Symptome wie Erbrechen und Übelkeit medikamentös behandelt oder mit einer Infusion zur Stärkung des Gesamtmechanismus gelindert. Anschließend geht es darum, das Ungleichgewicht innerhalb des Körpers wieder auszubalancieren.

Da es sich bei der chronischen Niereninsuffizienz um eine langfristige, unheilbare Erkrankung handelt, wird bei der Behandlung versucht, ein Fortschreiten zu verlangsamen und dem Tier eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten. Dies wird unter anderem durch folgende Maßnahmen erreicht:

  • Lebenswichtig und daher von höchster Priorität ist die ständige Wasserversorgung des Hundes.
  • Die Ernährung des Hundes sollte im optimalen Fall dauerhaft auf eine spezielle Nierendiät umgestellt werden. Diese enthält hochverdauliches Eiweiß aus hochwertigen Proteinquellen mit geringer Phosphatmenge sowie alle wichtigen Vitamine und Fettsäuren. Phosphatbinder können ebenfalls einen positiven Effekt haben, indem sie die Phosphataufnahme verhindern und so die kranke Niere entlasten.
  • Medikamentöse Behandlung etwa durch ACE Hemmer, die blutdrucksenkend wirken und somit die Filtrationsleistung des gesunden Gewebes erhöhen, sind typisch.
  • Homöopathische Mittel mit den Wirkstoffen Ammonium carbonicum, Kalium carbonicum und Lycopodium clavatum werden ebenfalls häufig unterstützend eingesetzt.
  • Medikamente zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen können sinnvoll sein, sofern sie die Nieren nicht zusätzlich schädigen.
  • Und natürlich muss eine kontinuierliche tierärztliche Kontrolle erfolgen.

Worauf sollte bei der Nierendiät für den Hund geachtet werden?

Hunde, die unter einer chronischen Niereninsuffizienz leiden, sollten eine individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Nierendiät erhalten. Entscheidend dabei ist, dass der Körper möglichst viele Nährstoffe bekommt und gleichzeitig die Belastung durch schädliche Substanzen möglichst gering gehalten wird. Unter Berücksichtigung des gestörten Elektrolythaushalts ist es zudem immens wichtig, bei der Nierendiät darauf zu achten, dass diese einerseits reich an Energie und Omega-3-Fettsäuren ist, andererseits jedoch natrium-, kalium-, magnesium- und phosphatarm ist. Das Futter für nierenkranke Hunde ist als fertiges Alleinfutter zu erwerben, lässt sich jedoch auch selbst zubereiten. Informationen hierzu erteilt die Tierarztpraxis.

Welche Folgekrankheiten können aus einer chronischen Niereninsuffizienz resultieren?

Da die Nieren für zahlreiche Abläufe innerhalb des Körpers verantwortlich oder zumindest daran beteiligt sind, kommt es bei chronischer Niereninsuffizienz früher oder später meist zu Folgeerkrankungen, die aus der verminderten Leistung der Nieren resultieren. Dies sind unter anderem:

Beeinträchtigung des Mineral- und Knochenstoffwechsels

Im Verlauf der CNI scheidet der Körper schrittweise immer weniger Phosphat aus. Die Folge: Der Phosphatspiegel im Blut steigt. Daraus resultiert die vermehrte Freisetzung von Kalzium und Phosphat aus den Knochen, was deren Substanz angreift und verschlechtert. So werden ungewollt überschüssige Mineralien als Kalziumphosphat in Gefäßen eingelagert, was wiederum Herz- und Kreislaufprobleme nach sich ziehen kann.

Blutarmut (Anämie)

Da die Produktion des Hormons Erythropoetin nur noch eingeschränkt erfolgt, nimmt die Bildung roter Blutkörperchen und des Blutfarbstoffs Hämoglobin ab. Folglich kann es zur so genannten Anämie und somit zu einer Beeinträchtigung von Leistungsfähigkeit und Vitalität des Hundes kommen.

Fazit

Die Nieren steuern viele Vorgänge im Körper, sind aber vor allem für die Filterung des Bluts und den Abtransport von Schadstoffen über den Urin zuständig. Knapp jeder fünfte Hund über fünf Jahre erkrankt an Niereninsuffizienz. Es gibt die seltene akute und die weit verbreitete chronische Form – bei beiden Varianten arbeiten die Nieren nicht mehr richtig. Das Tückische an der chronischen Nierenkrankheit ist, dass sie meist erst sehr spät erkannt wird. Für beide Krankheitsformen gilt: Je früher die Diagnose, umso besser die Prognose. Daher sollten regelmäßige Check-Ups beim Tierarzt für alle Hundehalter und -halterinnen selbstverständlich sein.

Wichtig: Hat ein Hund Beschwerden, ist der Gang zur Tierarztpraxis unumgänglich. Nur mit einer gesicherten, fachlich fundierten Diagnose kann eine zielgerichtete Therapie erfolgen und dem Hund geholfen werden.