Wie schön, wenn dein Hund ausgelassen über weite Wiesen jagt oder neugierig durchs Unterholz streift. Wären da nur nicht die lästigen Zecken, die zu allem Überfluss auch noch gefährliche Krankheiten übertragen können. Was du gegen die Parasiten tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.
Ungeliebte Begleiter
Sobald die Temperaturen in den zweistelligen Bereich klettern, werden sie zur Plage: Zecken. Die lästigen Blutsauger lauern am Wegrand, in Büschen und auf Wiesen und warten nur darauf, sich im Fell eines Hundes niederzulassen. Dort suchen sie sich dann einen geeigneten Platz, an dem sie sich festsaugen und nähren können. Besonders beliebt bei Zecken: die Kopfpartie der Hunde – hier findet sich knapp die Hälfte aller Zeckenbisse.
Zeckenschutz vermeidet Krankheiten
Eine Zecke an sich ist für einen Hund meist keine große Sache, ihr Stich verursacht in der Regel höchstens eine leichte Entzündung, die rasch wieder abheilt. Das Problem jedoch: Zecken können Krankheiten übertragen, beispielsweise Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Damit es gar nicht erst soweit kommt, können Hundebesitzer jedoch einiges tun.
Vor allem vom Frühjahr bis zum Herbst, also während der Zeckensaison, lassen sich die Blutsauger mit Zeckenschutzprodukten in Schach halten. Das Angebot an entsprechenden Tabletten, Spot-on-Mitteln, Halsbändern oder Ölen ist vielfältig. Wichtig dabei ist, einen Schutz zu wählen, den der Hund gut verträgt und akzeptiert.
Tipp: Gegen Borreliose gibt es eine vorbeugende Impfung, die bei regelmäßiger Auffrischung langanhaltend Schutz bietet.
Zecken richtig entfernen
Nicht alle Zecken lassen sich von vorbeugenden Maßnahmen abschrecken. Daher ist es vor allem nach ausgiebigen Spaziergängen in der Natur ratsam, den Vierbeiner nach den Parasiten abzusuchen. Dies lohnt insbesondere, da viele Krankheitserreger erst 16 bis 24 Stunden nach dem Zeckenbiss übertragen werden. Wer eine Zecke bei seinem Hund findet, geht am besten wie folgt vor:
- Das Fell zur Seite schieben, so dass die Zecke gut sichtbar ist.
- Die Zecke mit dem Zeckenwerkzeug möglichst nah an der Haut und somit unterhalb des vollgesogenen Körpers anfassen und je nach Werkzeug vorsichtig drehen oder ziehen.
- Achtung: Die Zecke auf keinen Fall zerquetschen. Dies birgt die Gefahr, dass Krankheitserreger auf den Hund übertragen werden.
- Nachdem die Zecke entfernt ist, die betreffende Hautstelle beim Hund am besten mit einem desinfizierenden Wundmittel behandeln – so beugst du einer möglichen Entzündung vor.
- Wichtig ist auch, die Zecke richtig zu entsorgen und dabei nicht selbst mit ihr in Kontakt zu kommen. Eine sichere Methode ist das Ertränken in mindestens 40%-haltigem Alkohol.
Nach einem Zeckenstich solltest du deinen Hund beobachten. Sobald er Anzeichen einer Infektion zeigt, ist ein Arztbesuch ratsam. Doch keine Sorge: In den meisten Fällen haben Zeckenstiche keine Folgen. Wer gewissenhaft mit dem Thema umgeht, kann seinem Hund weiterhin mit Freude dabei zusehen, wie er ausgelassen über die Wiesen tollt.